09 Februar '26
Tobago Z-Nachwuchs glänzt beim Bordeaux World Cup
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© Sportfot
Nach einer einwöchigen Pause fand am vergangenen Wochenende wieder ein Springen um Weltcup-Punkte innerhalb der Westeuropa-Liga statt. Der Kalender stand nun vor der elften Etappe der Saison und dafür zog die Karawane nach Südfrankreich, wo eine neue Ausgabe des Jumping International de Bordeaux stattfand. Der Longines FEI Jumping World Cup bildete zweifellos die Krönung des Wochenendes, in dem sich die Nachkommen unseres neuen Hengstes Tobago Z nachdrücklich profilierten.
Im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Turnieren wird der Longines FEI Jumping World Cup in Bordeaux immer am Samstagabend ausgetragen. Der Grundparcours des französischen Parcoursdesigners Yann Royant und seines Teams hatte viele technische Herausforderungen zu bieten, so dass sich nur vier der 35 Kombinationen für das Stechen qualifizieren konnten. Einer dieser vier potenziellen Sieger war der deutsche Reiter Daniel Deusser und sein 12-jähriger Hengst Otello de Guldenboom, ein Sohn unseres neuen Trumpfs Tobago Z in Kombination mit dem Blut von Caretino. Deusser und Otello de Guldenboom betraten den Ring als zweite Kombination in diesem vierköpfigen Stechen und schafften es, in 35,72 Sekunden mit einem komfortablen Vorsprung die schnellste Zeit auf die Anzeigetafel zu bringen. Leider fiel in ihrer Eile die allerletzte Stange, so dass sie sich mit dem 2. Platz begnügen mussten.
Otello de Guldenboom war jedoch nicht der einzige Tobago Z-Nachkomme, der bei diesem Longines FEI Jumping World Cup glänzte. Auch der belgische Reiter Frédéric Vernaet zeigte mit dem ebenfalls 12-jährigen Hengst Orak d'Hamwyck T&L, einem Sohn des Tobago Z aus einer Touloner Mutter, eine hervorragende Leistung. Vernaet und Orak d'Hamwcyk T&L hielten im Grundumlauf alle Stangen sauber, aber zwei Strafpunkte für Zeitüberschreitung verhinderten leider das Stechen.
Neben den verschiedenen Tobago Z-Nachkommen zeigten auch viele Z-Pferde auf dem Turnier in Bordeaux wieder ihr Bestes. Eines dieser Pferde war der 14-jährige Wallach Verdiamo Z, ein Sohn von Verdi TN und Andiamo Z aus dem Gestüt von Jordy van Massenhove. Unter dem Sattel seines Züchters sprang Verdiamo Z ebenfalls ein Weltcup-Springen ohne Springfehler, doch auch sie kassierten einen Strafpunkt für Zeit.
Am Sonntagnachmittag ging es in der französischen Weinstadt dann um den berühmten Großen Preis von Audi, bei dem sich ein Z-Pferd einen Platz auf dem Grand Prix-Podium sicherte. Diese Ehre wurde dem deutschen Reiter Michael Jung und dem 9-jährigen Wallach Fischerheros Z zuteil, einem Sohn von Hotspot und Odermus, der bei seinem Züchter Peter Hofmann als Heros vd Windelsteen Z zur Welt kam. Jung und Fischerheros Z, der bereits am Freitag in der 1,50m-Prüfung den 10. Platz belegt hatte, zeigten auch im Stechen eine fehlerfreie Runde und belegten mit einer Zeit von 35,30 Sekunden den 3. Platz.
Damit waren sie nur einen Platz besser als der Franzose Cedric Hurel und der 16-jährige Wallach Fantasio Floreval Z, ein Sohn von Florian de la Vie und Clinton aus der Zucht von Evelyne Pater. Hurel und Fantasio Floreval Z, Gewinner des CSI2* Grand Prix in Opglabbeek in der vergangenen Woche, hatten ebenfalls ein fehlerfreies Stechen, brauchten aber 36,25 Sekunden für ihre Runde.
Neben seinem Podiumsplatz mit Fischerheros Z stand auch Michael Jung mit der 9-jährigen Fuchsstute Eclaire Z, einer Tochter unseres Fuchshengstes Epleaser van 't Heike Z und Stakkato aus der niederländischen Zucht von W. Vestjens, wieder im Rampenlicht. Jung und Eclaire Z, die 2024 auf unserer MBA-Auktion verkauft wurde, sicherten sich am Freitag in der Eröffnungsprüfung über 1,40 m auf Anhieb Platz 4.
Schließlich gelang es auch der belgischen Reiterin Gudrun Patteet, mit dem 12-jährigen Hengst Sea Coast Enjoy Z, einem Sohn von Emerald van 't Ruytershof und Parco, der von seiner Züchterin Ann Van Putte den Geburtsnamen Enjoy van de Kromsteeg Z erhielt, den 4. Patteet und Sea Coast Enjoy Z erreichten diesen 4. Platz in der 1,45m Speedklasse am Samstag, in der sie keine Fehler machten.