03 März '26
Bisquetta holt Bronze im CSI4* Grand Prix von Ocala
© Andrew Ryback Photography
Neben der achten Woche des Winter Equestrian Festival in Wellington International fand am vergangenen Wochenende wieder ein internationales Springen in den Vereinigten Staaten auf dem herrlichen World Equestrian Centre von Ocala statt. Auch dort gab es eine Vier-Sterne-Prüfung, bei der unsere blau-gelben Farben aus Zangersheide auch im Großen Preis erfolgreich waren.
Das Word Equestrian Centre of Ocala war am Samstagabend bei diesem CSI4*-Grand Prix wieder sehr gut gefüllt, insgesamt waren vierunddreißig Kombinationen auf dem Platz. Die vielen Top-Kombinationen am Start bedeuteten, dass das Niveau sehr hoch war. Von den vierunddreißig Kombinationen, die ihre Chance nutzten, schafften es nicht weniger als zwölf, die 1,55 m hohe Grundrunde von Olympia-Parcoursdesigner Gregory Bodo und seinem Team fehlerfrei zu absolvieren. Die Amerikanerin Laura Kraut war eine von ihnen mit ihrer 12-jährigen Stute Bisquetta, der Tochter von Bisquet Balou van de Mispelaere und Takashi van Berkenbroeck, die von der Züchterin Claire McCarthy-Winters den Geburtsnamen Bisquetta Squalls Estate Z erhalten hat. Kraut und Bisquetta, die am Donnerstag in der 1,50m-Prüfung ebenfalls den 7. Platz belegten, schafften es im Stechen erneut, die Null auf der Anzeigetafel zu halten und sicherten sich mit einer Zeit von 41,31 Sekunden schließlich Platz 3.
Laura Kraut: "Bisquetta ist einfach eine tolle Stute! Ich meine, sie kennt den Sport wirklich, sie weiß, dass sie keine Stangen berühren darf. Sie ist einfach alles, was man sich von einem Pferd wünschen kann. Mein Plan war eigentlich nicht, Vollgas zu geben, weil sie eigentlich noch nicht fit genug ist. Es war ja erst ihr erstes Turnier seit Dezember. Aber als ich in den Ring kam, habe ich es trotzdem versucht. (lacht) Aber anscheinend war es heute trotzdem nicht hart genug, um zu gewinnen."
Kraut und Bisquetta waren jedoch nicht die einzigen, die bei diesem CSI4* Grand Prix of Ocala für blau-gelbe Erfolge sorgten. So qualifizierte sich auch ihr Landsmann Kent Farrington mit seiner ebenfalls 12-jährigen Spitzenstute Toulayna, der als Toulayna van het Bloesemhof Z geborenen Tochter von Toulon und Parco des Züchters Jasper Doucé, für das Stechen. In 39,27 Sekunden gelang es Farrington und Toulayna, auch die Siegerzeit auf die Anzeigetafel zu bringen, doch ein Springfehler verhinderte leider den Sieg und verwies sie auf Platz 7 der Wertung.
Eine weitere bemerkenswerte Kombination war der britische Reiter Ben Maher und der 9-jährige Schimmelwallach Maddox vh Haringvliet Z (Monte Bellini x Ogano Sitte), ein Zuchtprodukt der niederländischen Familie Hoekstra. Maher und Maddox vh Haringvliet Z hatten ihren ersten Auftritt am Donnerstag mit einem 3. Platz in der 1,50m-Prüfung und waren auch unter den Preisträgern im CSI4* Grand Prix. Auch sie hatten einen Fehler im Stechen und landeten knapp hinter Farrington und Toulayna auf Platz 8.
Neben dem CSI4* Grand Prix fand am Samstag in Ocala auch eine 1,45m-Prüfung statt, in der ebenfalls zwei Z-Pferde eine Top-10-Platzierung erreichten. Das beste Ergebnis in dieser Prüfung lieferten die Amerikanerin Anna Dryden und der 8-jährige Fuchshengst Allegro Z (Amadeo Van 't Vossenhof Z x Twister de la Pomme - Züchter: Herman Boerdijk). Eine fehlerfreie Runde in 67,21 Sekunden brachte ihnen einen guten 5. Platz ein. Damit waren sie nur einen Platz besser als Drydens Landsmann Brian Moggre und der ebenfalls 8-jährige Wallach Johann FS Z (John Doe 5 x Diamant de Semilly - Züchter: Sportpferde Felix Schneider). Sie überquerten die Ziellinie in 67,35 Sekunden, was Platz 6 bedeutete.
Auch im CSI2* Grand Prix schafften zwei Z-Pferde den Sprung in die Top Ten des Rankings. Die Britin Jessica Mendoza und die 10-jährige Stute Ascadina PP Z (Asca Z x Ginus - Züchter: Stal Poppelaars BV) belegten den 5. Platz, während der Venezolaner Pablo Barrios und der 9-jährige Hengst Don d'Alme C Z (Don Diablo HX x PKZ Contact van de Heffinck - Züchter: Erik & Karin Cuypers) auf Platz 6 kamen. Beide Kombinationen hatten im Grunddurchgang 1 Strafpunkt für Zeitüberschreitung, was sie knapp vom Stechen fernhielt.